Biohacking: der Weg zur Selbstoptimierung

Bei den Worten „Hack“ oder „Hacking“ denken wir im ersten Moment nicht an etwas Positives. Was fällt euch dazu ein? Computer und auch die damit verbundenen Probleme, die entstehen. Auch aus den Medien kennen wir den Begriff „Hackerangriff“ nur zu gut.

 

Aber es gibt auch eine andere – positive – Art des Hackings, das so genannte Biohacking.

Habt ihr den Begriff schon einmal gehört?

Beim Biohacking geht es darum, das Beste aus sich herauszuholen und sein Leben in sämtlichen Bereichen (wie zum Beispiel Schlaf, Ernährung oder Fitness) zu optimieren.

Der Begriff „Biohacking“ kommt ursprünglich aus dem amerikanischen Leistungssport und verfolgte das Ziel, die Athleten durch unterschiedliche Vermessungsmethoden (unter anderem Blutwerte, Pulskontrolle) im Zusammenspiel mit Ernährung, Bewegung und Schlaf zu Höchstleistungen zu bringen.

Nun hat dieser Begriff schon seit geraumer Zeit auch im „normalen“ Leben offene Ohren gefunden und gilt als eine Art Life-Coaching. Die Ermittlung von Körperdaten ist hier nicht zwingend erforderlich (sind aber sicher auch kein Nachteil).

Ziel dabei ist, um es auf den Punkt zu bringen: die optimale Leistungsfähigkeit. Besserer Schlaf, mehr Energie, gesteigertes Wohlbefinden, sowie Konzentration.

Biohacker versuchen Möglichkeiten zu finden, um in den menschlichen Organismus einzugreifen – sich sozusagen dort „reinzuhacken“ – und diesen dadurch besser verstehen zu können.

Körper und Geist sollen einfach fitter gemacht werden, indem man seinen Schlaf optimiert, seinen Stoffwechsel dauerhaft „brennen“ lässt, Stress reduziert und dadurch auch ein glücklicheres Leben führt.

 

Hier ein kleiner Einblick in die Bereiche des Biohackings

ERNÄHRUNG

Auf diesen Bereich wird besonders viel Wert gelegt, da unser Wohlbefinden von der richtigen Ernährung abhängig ist. Gesunde Fette, wie zum Beispiel aus Fisch, Nüssen und Samen stehen weit oben auf dem Speiseplan. Dadurch kommt es zu einer gesteigerten Fettverbrennung.

Kohlenhydratreiche Lebensmittel kommen eher nicht zum Einsatz, da diese die Leistungsfähigkeit mindern und Entzündungen im Körper hervorrufen können. Viele Biohacker leben daher ketogen.

FASTEN

Intervallfasten ist ein fester Bestandteil des Biohackings, da es sehr viele gesundheitliche Vorteile bringt. Unter anderem wird die Autophagie (= Erneuerung der Körperzellen) in Gang gesetzt. Die Verdauungsorgane werden entlastet, es kommt zu einer erhöhten Fettverbrennung und auch der Hormonhaushalt ist ausgeglichener.

TRAINING

Selbstverständlich wird auch dieser Bereich beim Biohacking genau unter die Lupe genommen. Dass körperliche Bewegung die Gesundheit fördert, ist uns allen ja bereits bekannt. Allerdings geht man im Bereich des Biohackings davon aus, dass hier nicht zwingend kilometerlange Läufe notwendig sind. Die Trainingseinheiten können bzw. sollen kurz und knackig sein. Dazu eignet sich HIIT-Training (hochintensives Intervalltraining). Bei dieser Form des Trainings wird mit gezielten Übungen der Körper in kurzer Zeit an sein Limit gebracht. Der beste Trainingszeitpunkt ist am Morgen. Abendliches Training kann häufig zu Einschlafproblemen führen.

SCHLAF und KONZENTRATION

Wir alle lieben guten und gesunden Schlaf und auch in diesen Bereichen geht Biohacking weiter. Besonderes Augenmerk wir auf das Schlafhormon Melatonin gelegt, welches durch blaues Licht gehemmt wird. Lichtquellen für dieses blaue Licht sind unter anderem Laptops, Fernseher oder Smartphones. Hier kommt dann eine spezielle Brille zum Einsatz, die mit einem bestimmten Blaulichtfilter ausgestattet ist. Noch besser ist natürlich der bewusste Verzicht auf technische Geräte und auch das WLan sollte nachts ausgeschaltet werden.

Um sich besser konzentrieren zu können, wird ausreichend Sonnenlicht bzw. Vitamin-D empfohlen. Dies verbessert die Lernfähigkeit und das Erinnerungsvermögen.

Koffein Nap: Power-Nap ist hier nicht mehr en vogue. Man trinkt seinen Kaffee vor dem „Nickerchen“, da die Wirkung des Koffeins erst nach 20 Minuten einsetzt und man dann frischer und energiegeladener aufwacht.

Regelmäßiges Meditieren hilft auch seine Konzentration zu schärfen und seinen Schlaf zu verbessern.

 

GLÜCKLICH(ER) DURCH BIOHACKING

Auf eines dürfen wir aber trotz des ganzen Biohackings nicht vergessen: Glücklich zu sein! Dies unterstützt das bereits erwähnte Vitamin-D und die Meditation.

Du möchtest Biohacking mal ausprobieren? Hier ein paar Tipps zusammengefasst, die du vielleicht in den nächsten 14 Tagen anwenden möchtest. Spür genau hin und nimm den Unterschied wahr 😉

 

  • Digitales Entgiften
    Lass Facebook, Twitter, Instagram & Co mal ruhen. Anfangs fällt das natürlich nicht so leicht, aber du wirst durch ein befreiendes Gefühl entschädigt.
  • Intervallfasten
    Versuche 1-2 Tage die Woche intermittierendes Fasten aus. Dazu isst du nur in einem gewissen Zeitfenster (6-8 Stunden). Gut eignet sich hier die „16:8-Methode„. 8 Stunden in denen du isst und 16 Stunden gönnst du deinem Körper eine Pause. Du wirst mit mehr Energie belohnt, dein Verdauungsapparat hat Zeit Gifte abzutransportieren und sich zu erholen.
  • Regelmäßiges Spielen
    Kreativität kann trainiert werden. Nimm dir bewusste anregende Pausen, um deine Fähigkeiten zu festigen bzw. zu trainieren. Dadurch wird das analystische Denken gestärkt, weil neue neuronale Wege geschaffen werden.
  • Gemüse in bunten Farben
    Achte beim Essen auf einen farbenfrohen Teller. Buntes Gemüse bindet durch Antioxidanitien die freien Radikale im Körper. Gerade wenn man einen Beruf hat, in dem man viel sitzt, entstehen viele dieser freien Radikale. Weiters wirkt Gemüse als Präbiotika, die wichtig für unsere guten Darmbakterien sind.
  • Denke positiv durch andere Wortwahl
    Versuche mal das Wort „aber“ durch „und“ zu ersetzen und achte auf die dadurch veränderte Situation.
  • Optimiere deine Lichtverhältnisse – Stichwort: Blaues Licht
  • Stehe regelmäßig auf
    Zu langes Sitzen lässt die Muskeln versteifen, der Stoffwechsel wird heruntergefahren und der Blutzuckerspiegel steigt an. Versuche alle 20-40 Minuten vom Schreibtisch oder von der Couch aufzustehen.
  • Schalte elektronische Geräte bewusst aus
  • Iss mehr gesunde Fette und weniger Zucker
  • Dusche 30 Sekunden kalt
    Durch kaltes Duschen werden Entzündungen im Körper verringert, die Regeneration beschleunigt und die Fettverbrennung unterstützt. Beginne mit 30 Sekunden und versuche dich auf 1 Minute zu steigern.

Das war ein kleiner Einblick in den Bereich des „Biohackings“. Ich hoffe es war etwas Interessantes für euch dabei! Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Quelle: www.fitforfun.de 
Bilder: pixabay

Nicole Pfeiffer
... kümmert sich mit viel Liebe um das Wohlbefinden des Teams und schreibt daher gerne über Themen rund um betriebliche Gesundheit & Co.

1 Kommentar zu diesem Beitrag

  • Avatar Daniela Weixelberger

    Sehr informativer Beitrag, kurz und knackig zusammengefasst und unbedingt einen Versuch wert 👍😉

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