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Wie Ernährung unsere Gesundheit beeinflusst

Vortrag Prof. Frank Madeo
Prof. Frank Madeo

Am 22. Oktober war der Altersforscher Prof. Frank Madeo von der Universität Graz bei uns in Leibnitz zu Gast. Sein Vortrag zum Thema „Wie Ernährung unsere Gesundheit beeinflusst“ wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Es war ein wirklich spannender und informativer Abend, wo ich einiges Neues erfahren durfte und mich teilweise etwas sprachlos zurückgelassen hat.

Ich freue mich, dass ich hier meine Eindrücke mit euch teilen darf.

Ernährung im Wandel der Zeit

Vorab haben wir quasi eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht. Die gesamte Ernährungsthematik hat sich nämlich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Was ist gesund, was soll man essen?

Jede Gruppe von Lebensmitteln wurde rückblickend schon genauer unter die Lupe genommen und für gut oder schlecht erklärt. Einmal sind es die bösen Kohlenhydrate, dann wieder das gemeine Fett.

Vor rund 15 Jahren wurde dem Fett dieser Stempel aufgedrückt. Man versuchte eine Lösung zu finden und hat zB in Amerika Low Fat Produkte auf den Markt gebracht. Anscheinend erzielte diese Methode nicht den gewünschten Erfolg, denn die Menschen in Amerika kämpfen noch immer mit starkem Übergewicht.

Dann waren die Kohlenhydrate dran: Low Carb fing zu boomen an und plötzlich waren Begriffe wie die Atkins Diät und Paleo in aller Munde. Anfangs erzielt man rasche Abnehmerfolge, man wird schlank und muskulöser, aber allerdings auch laut Professor Madeo krank. Die Nieren arbeiten durch den erhöhten Eiweisskonsum schlechter und es kann auch zu einem erhöhten Krebsrisiko führen.

 

Eine Aussage, die mich aber besonders erschrocken hat, war dass es seit dem Jahr 2006 mehr Menschen mit Übergewicht gibt, als Hungernde und das weltweit. Diese Zahl steigt weiterhin an.

 

Fasten und Autophagie

Hauptteil des Vortrages war der Bereich Fasten und die sogenannte Autophagie. Studien zufolge verlängert regelmäßiges Fasten das Leben. Das ist eines der bedeutsamsten Forschungsergebnisse in den letzten Jahren.

Die Essenspausen zwischen den Mahlzeiten haben sich als wichtiger herauskristallisiert, als eine reduzierte Kalorienzufuhr. Ein Experiment an zwei Mäusen machte Folgendes deutlich: beide Mäuse nahmen dieselben Lebensmittel und auch Kalorienanzahl zu sich. Der einzige Unterschied waren die Zeiten. Während die erste Maus die Nahrung ständig zur Verfügung hatte, bekam die andere Maus ihre Rationen nur mit gewissen Pausen. Das Ergebnis ließ aufhorchen: erstere wurde fett und krank, die zweite blieb schlank und gesund.

Aber was genau passiert in unserem Körper/Zellen, wenn wir fasten? Da kommen wir zur Autophagie. Dieser ausgeklügelte Prozess ist ein Reinigungssystem unserer Zellen. Etwas einfacher ausgedrückt, die Müllabfuhr in der Zelle. Alte und schädliche Zellbestandteile werden abgebaut und in Energie umgewandelt. Regelmäßiges Fasten hilft uns und unseren Zellen fitter und gesünder zu bleiben. Weiters wird dem Fasten eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt und auch altersbedingten Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz kann man entgegen wirken.

Für alle, die sich fragen, gibt es die Möglichkeit, die Zellpolizei auch ohne Fasten auf den Plan zu rufen. Ja die gibt es!

 

Spermidin

Hier kommt die Substanz Spermidin zum Einsatz. Bei Spermidin handelt es sich um eine Verbindung von Aminosäuren.

Wie komme ich zu dieser Zaubersubstanz? Spermidin ist in vielen Lebensmitteln enthalten, hier ein paar Beispiele.

Lebensmittel mit hohem Spermidingehalt

  • Weizenkeime
  • Pilze
  • Sojabohnen
  • Nüsse

Jetzt muss ich kurz abschweifen, denn wie es der Zufall so wollte, wurden wir mit der Umsetzung der neuen Website von spermidineLIFE® beauftragt. Schaut doch einmal auf unsere Showcases.

 

Zum Abschluss hat uns Professor Madeo noch ein paar kleine Tipps mitgegeben, wie wir länger jung und unser Gehirn leistungsfähig bleibt.

  • Vermeidung von Zucker, begünstigt Wachstum von Tumoren
  • kein Süßstoff
  • ausgewogene Ernährung (Verzehr von Obst und Gemüse)
  • ausgeglichener Vitamin-D Haushalt
  • regelmäßige Bewegung
  • Ruhephasen (Digital-Detoxing)
  • keine Fertigprodukte → frische Zubereitung der Nahrungsmittel
  • weniger Fleischkonsum
  • Schokolade mit hohem Kakaoanteil (Kakao ist gut für unser Gehirn/Gedächtnis)
  • Spaß am Essen

Wollt ihr mehr über Professor Frank Madeo erfahren, hier gehts zu seiner Facebook-Seite.

Zum Schluss möchte ich euch noch ein kleines Zitat mit auf den Weg geben:

 

Die Natur bietet uns alles was wir brauchen. Besinnen wir uns darauf. – Willi Dungl

 

In diesem Sinne, lasst eure Zellpolizei fleißig arbeiten.

fotocredit: pixabay.com

Nicole Pfeiffer
... kümmert sich mit viel Liebe um das Wohlbefinden des Teams und schreibt daher gerne über Themen rund um betriebliche Gesundheit & Co.

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