Faul sein will gelernt sein

Vor Kurzem stolperte ich über einen Artikel, der sich mit dem höchst interessanten Thema „Das Faulheitsprinizip“ beschäftigte. Wie so oft, wenn es um Themen der modernen Arbeitswelt geht, spielt die heiß ersehnte Work-Life-Balance eine große Rolle. So auch bei dem fesselnden Essay von Ali Mahlodji – Gründer von whatchado und Autor des vom Zukunftsinstitut publizierten Work Report 2019 – der von einer sinnvollen und kreativen Pausenkultur handelt und weg von der „Work-Hard“- zu einer vielversprechenden „Work-Smart“ Mentalität hinführen will.

Ich für mich habe schon längst erkannt, dass 9-to-5-Jobs und strikte Hierarchien nicht unbedingt meins sind. Zu wissen, dass ich gewisse Stunden im Büro „absitzen“ muss, egal ob genügend Arbeit vorhanden ist oder nicht, nur um eben die Arbeitswelt zufrieden zu stellen, fördert weder meine Motivation noch meine kreative Ader.

Ausreichend Freiraum und Entscheidungsgewalt zu besitzen mir meinen Arbeitstag frei einzuteilen, ab und an einmal vom Home Office aus zu arbeiten und auch in der Früh einem gewissen Stress zu entgehen,  weil eben NICHT pünktlich um 08.00 Uhr Arbeitsbeginn am Programm steht, sind für mich ausschlaggebend, um erfolgreich und lukrativ meine Tasks zu erledigen und zudem noch kreativen Input zu liefern. Weg von 10 Stunden Arbeitstagen, kräfteraubenden Nacht- und Wochenendschichten einen Riegel vorschieben und tagtäglich ausreichende Ruhephasen einzuplanen, genau das schlägt eben auch Ali Mahlodji vor. Produktiv und zeitpoptimiert Projekte zu handeln ist das Ziel. Es geht schon lange nicht mehr darum, unnötige Überstunden, mangelndem Selbstmanagement oder unnötigem Geltungsdrang zufolge, anzuhäufen damit man den gewünschten Schulterklopfer vom Chef erhält. Viel wichtiger ist doch eine Arbeitsweise für sich zu finden, bei der man seine Aufgaben gewissenhaft und zufriedenstellend erledigt, sich dabei nicht kontinuierlichem Zeitstress und Erfolgsdruck aussetzt und am Ende des Tages noch ausreichend Energie für Freunde und Familie findet.

Um aber eben voller Power und mit freiem Kopf die Arbeit erledigen zu können, sind Pausen von enormer Wichtigkeit. Und dabei rede ich nicht von der obligatorischen Pinkelpause und dem Gang zum WC. Nein, bewusst eine Auszeit zu nehmen, um sich danach wieder mit frischen Ideen und vollem Elan an die Arbeit zu machen – das schafft wahre Produktivität und bildet die Arbeitsweise der Zukunft. Nicht ohne Grund wird im südländischen Raum an der famosen Siesta festgehalten. Auch im asiatischen Raum werden Pausen und das Recht auf Mittagsschlaf sehr ernst genommen. Laut Mahlodji findet Kreativität nämlich nur sehr selten am Arbeitsplatz statt. Gerade während dem süßen Nichtstun – dem bekannten Dolce far niente – kommen einem oft die besten Ideen. Um wirklich Hervorragendes im Job leisten zu können, ist es wichtig Körper und Geist nicht tagtäglich ans Limit zu fahren und ihnen immer wieder eine wohlverdiente Rast zu gönnen. Work ist ein wichtiger Bestandteil der dazugehörigen Life-Balance. Um im Job die richtige Balance zu finden sollten wir Pausen noch intensiver zelebrieren und professionelles Faulsein zudem perfektionieren.

Auch wir bei Sunlime legen größten Wert auf kreatives Pausenmanagement. Von gemeinschaftlichen Mittagspausen in unserer gemütlichen Küche, bis hin zu spontanen Joggingtouren und ausgedehnten Sparziergängen mit den Hunden, ist bei uns alles dabei. Hauptsache kurz einmal Abschalten, Akkus aufladen und voller Elan wieder an die Arbeit gehen. Funktioniert hervorragend – solltet auch ihr einmal ausprobieren.

Katja Stopper
Begnadete Texterin und Sprachenfanatikern. Liebt ihre Hunde und ist ein absoluter Outdoorfreak. Bloggt am liebsten über die Themen Sport, healthy lifestyle und Foodtrends.

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