The cold is your friend: So habe ich mich der Kälte ausgesetzt

Der Hype um die weltbekannte Wim Hof Methode hat auch mich nicht kalt gelassen. In einem Workshop habe ich erfahren, wie gesund es ist, richtig zu atmen und dass man einfach mal ins kalte Wasser springen sollte.

Vor ein paar Monaten haben wir die Möglichkeit bekommen, an einem Wim Hof Kurs teilzunehmen. Flo Mausser, ein Freund meines Freundes macht aktuell die Ausbildung zum Wim Hof Instruktor an der Wim Hof Akademie und brauchte daher ein paar Versuchskaninchen. Ich wusste vorher nur, dass wir die besagte Wim-Hof-Atemübung machen und danach ein Eisbad nehmen würden. Beim Gedanken an das Eisbad hatte ich schon ordentlich Respekt – immerhin bin ich eine Warmduscherin und auch nicht unbedingt die erste Person, die im Sommer in einen kalten See springt. Meine Neugier war dennoch größer und so stieg ich an diesem Herbstsonntag ins Auto und freute mich auf eine neue Erfahrung.

Wim wer?

Der niederländische Wim Hof bzw. auch bekannt unter dem Namen „The Iceman“ hat diese Methode erfunden und nach ihm benannt. Nach einem Schicksalsschlag hat er angefangen mit der Kälte zu experimentieren und hält seitdem 26 Weltrekorde, weil er unter extremen Temperaturen Höchstleistungen vollbringt.

Seine wissenschaftlich belegte und anerkannte Atemtechnik beeinflusst das vegetative Nervensystem, welches die lebensnotwendigen Aufgaben wie z.B den Herzschlag oder den Stoffwechsel steuert. Außerdem wird bei der intensiven Atmung mehr Kohlendioxid abgebaut, sodass der ph-Wert des Blutes ansteigt und somit kurzfristig basisch wird.

So geht’s:

Wim’s Methodik besteht aus den drei Säulen Kältetherapie, Commitment & Atmung. Letzteres bildet die Basis für das Kältetraining. Beim Kurs starteten wir also auch zuerst mit der Atmung: Man atmet tief über die Nase in den Bauch bis zur Brust ein und atmet dann leicht aus. Wir haben uns dazu auf den Boden gelegt und 3 Runden mit je 30 Atemzügen gemacht – beim letzten Einatmen wird dann die Luft natürlich ausgeatmet und anschließend der Atem angehalten. Das starke Abatmen von Kohlendioxid ermöglicht es, den Atem unglaublich lange zu halten – denn der Atemreflex kommt von einem zu hohen Kohlendioxid-Wert im Blut. Ich konnte mit dieser Methode tatsächlich über 2 Minuten lang die Luft anhalten…

Ja und dann ging es für uns ins Eisbad und ich war schon nervös. Es ist wichtig, sich bei der Kälte völlig auf das Hier und Jetzt und auf seine Atmung zu konzentrieren.
Wer nicht ruhig und gelassen atmet, der verfällt leicht in eine Schnapp-Atmung. Flo hat uns wirklich genaue Anweisungen gegeben und darauf geachtet, dass es uns gut ging. Juhu – nach 2 Minuten Kälteschock hatten wir es geschafft. Was mich noch mehr wunderte war, dass mein Körper nicht zitterte. Ich fühlte mich fit und voller Energie!
Anstatt uns abzutrocknen und anzuziehen, folgten noch 4 Minuten vom sogenannten „Horse-Stance“ – einer Art „Choreografie“ in tiefer Hocke mit Drehbewegungen nach links und rechts, die den Körper tatsächlich von innen wärmt.

Was bringt mir die WimHof Methode?

Sowohl körperlich als auch mental bringt die WimHof Methode viele gesundheitliche Vorteile mit sich:

+ Mehr Energie & Leistung
+ Man wird stressresistenter
+ Stärkung des Immunsystems
+ Bessere Durchblutung
+ Bessere Fettverbrennung

Fazit: Mir hat diese Experience wirklich Spaß gemacht und ich konnte körperlich als auch mental meine Grenzen gehen. Seit ein paar Monaten nehme ich mir für diese Atemübung bewusst Zeit. Auch die morgendliche kalte Dusche ist mittlerweile schon fast zur Routine geworden. Letzten Sonntag erst haben wir uns wieder ein Eisbad bei -4 Grad Außentemperatur und 2,6 Grad Wassertemperatur gegönnt. 😉 Auch wenn es mich meistens eine Menge Überwindung kostet, lohnt es sich seinen inneren Schweinehund zu überwinden. #happyhealthystrong

Wer jetzt also Lust hat, die Wim Hof Methode auszuprobieren, dann folgt unbedingt @mausserflo Sobald er die Ausbildung im April abgeschlossen hat, wird er Wim Hof Workshops anbieten.

Für alle GrazerInnen unter euch:
Es finden regelmäßige Eisbäder in der Augartenbucht statt – zur Facebookgruppe geht es hier entlang.

(c) Fotos: Simon Lemmerer

 

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Neben ihrer Vorliebe für wunderhübsches Design gibt sich Simone auch gerne den kulinarischen Genüssen hin. Berichtet daher am liebsten über Food & Lifestyle.

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