Coronavirus und Fasten?
Abwarten und Tee trinken.

Während sich gefühlte 90% der Bevölkerung in überfüllte Supermärkte quetscht und ihre Hamsterkäufe erledigt, bereite ich mich darauf vor, eine Woche lang nichts zu essen. Warum Fasten so gesund ist und es gerade in Zeiten wie diesen sinnvoll ist, es auszuprobieren – lest selbst.

Ich muss zugeben, ich habe keine Freudensprünge gemacht, als mir meine Mutter vorgeschlagen hat, heuer wieder mit ihr zu fasten. Und mit Fasten meine ich nicht den Verzicht auf Schokolade, Fleisch oder Alkohol. Nein, wir essen eine Woche lang gar nichts, also zumindest keine feste Nahrung.

Für dieses „Event“ haben wir uns schon vor der Corona-Krise eine Woche freigehalten und verbarrikadieren uns dazu nicht etwa in ein Kloster, sondern in ein kleines, abgelegenes Häuschen. Aus eigener Erfahrung eignen sich die eigenen vier Wände nicht besonders, denn wenn andere Familienmitglieder nicht mitfasten, ist man der Versuchung, etwas zu essen, viel ärger ausgesetzt.

Ja, aber warum verzichte ich eine Woche freiwillig auf feste Nahrung?
Vorteile dafür gibt es einige – Abnehmen ist natürlich ein willkommener Nebeneffekt 🙂

+ Der Körper wird entgiftet
(toxische Gifte aufgenommen aus der Umwelt oder der Nahrung werden über die Schleimhäute ausgeschieden)

+ Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens

+ neue Lebensenergie

+ Senkung des Blutdrucks

+ Neuregulierung des Stoffwechsels

+ Krankheiten können rascher überwunden werden

+ regt die Zellerneuerung an

+ und und und…

Die Liste scheint endlos – und somit wurde auch ich überzeugt.

Das Schlimmste am Heilfasten ist aber definitiv der Beginn. Immer wieder stelle ich mir die Frage? Will ich das überhaupt – aber mitgehangen, mitgefangen. Also trinke ich einen halben Liter Bittersalz am Abend auf fast nüchternen Magen, mein letztes Essen habe ich zu Mittag eingenommen. Ohne es schönzureden, dieses Gesöff schmeckt alles andere als gut und ich muss mich zusammenreissen, nicht zu würgen. Bittersalz dient zur Entschlackung und schon bald muss ich aufs Klo.

Am nächsten Tag werde ich von den Lauten meines Magens geweckt. Gegessen wird noch nicht, nein. Aber dafür darf ich trinken so viel ich will – Tee und Wasser versteht sich. Die Vormittage verbringen wir hauptsächlich mit Lesen & Yoga. Natürlich habe ich auch noch zu arbeiten und checke regelmäßig meine Mails und arbeite mich an meiner To-Do Liste voran – Laptop und WLAN sei Dank.

Frühstück, Mittag- und Abendessen 😉

Zu Mittag gibt es eine Suppe: Dazu wird das Gemüse ausgekocht, gegessen wird nur die Flüssigkeit und das leider ungesalzen. Dafür peppen wir das Gericht mit heimischen Frühlingskräutern, wie zB Bärlauch, Vogelmiere und Co., auf. Nach dem Mittagessen machen wir es uns mit einem Leberwickel und einer Wärmeflasche gemütlich, und unterstützen damit die Leber bei der Entgiftung.

Nachmittags begeben wir uns an die frische Luft – selbstverständlich mit genügend Sicherheitsabstand. Durch die Bewegung wird nicht nur der Kreislauf angeregt, man kommt auch mal aus seiner Höhle und genießt die Natur mit vollen Sinnen.

Abends erwartet uns dann das Highlight: Ein Glas frisch gepresster Saft! Ich versuche, diesen so langsam wie möglich zu trinken, damit ich so lange wie möglich was davon habe. Als Betthupferl gibt es dann, wie sollte es anders sein, einen Tee.

It’s Teatime!

Die Tage sind sehr schnell vorübergegangen und ich freue mich, die erste bissfeste Mahlzeit zu mir zu nehmen – nämlich einen Apfel. Ich konnte von meinem stressigen Alltag herunterkommen und meinem Körper etwas Gutes tun.

Noch dazu sind wir heuer aufgrund der Corona-Pandemie dazu gezwungen, das ganze „System“ herunterzufahren. Genauso kann man sich das auch beim Fasten vorstellen. Oft sind gewisse Maßnahmen notwendig, um wieder voll durchstarten zu können.

 

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, dem kann ich dieses Buch empfehlen (ist aber schon etwas älter):
„Natürlich und gesund durch Fasten nach Dr. Lützner“ von Hans Scherz.

Simone Jauk
Neben ihrer Vorliebe für wunderhübsches Design gibt sich Simone auch gerne den kulinarischen Genüssen hin. Berichtet daher am liebsten über Food & Lifestyle.

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